Linksregierung bleibt hart: Keine neuen Baugenehmigungen für Son Vida

Linksregierung bleibt hart: Keine neuen Baugenehmigungen für Son Vida

Am 20. August 2017 läuft für Mallorcas Gemeinden die Frist ab, für Urbanisationen, die noch nicht an das Kanalnetz angeschlossen sind, ein Kanalisierungs-Projekt auf den Weg zu bringen. Nach erfolglosem Ablauf dieser – mehrfach verlängerten –  Frist dürfen die Gemeinden in diesen Urbanisationen keine Baugenehmigungen mehr erteilen, wodurch der Neubau-Immobilien auf Mallorca noch kostbarer werden. Betroffen sind 48 Urbanisationen und etwa 10.000 Grundstücke.

Prominentestes „Opfer“ dieser Ablauffrist ist Palmas Nobelurbanisation Son Vida, in der sich Luxusvillen aneinander reihen wie Perlen auf einer Kette, aber die Abwasser durch Jauchegruben, vornehm Dreikammersystem genannt, entsorgt werden. Die Eigentümer und Anwohner hatten sich nicht auf eine Beteiligung an den Kosten einigen können, so dass für Son Vida kein Kanalisierungsprojekt fristgerecht auf den Weg gebracht wurde. Die Kosten für diese Infrastrukturmaßnahmen für Son Vida und die Urbanisation Son Espanyol werden auf 10 Millionen Euro beziffert. Die Vereinigung der Bauträger, die nun um neue Bauaufträge bangt, meint, in Son Vida und Son Espanyol seien von dem Baustopp etwa 200 Grundstücke betroffen.

 

2 Kommentare zu “Linksregierung bleibt hart: Keine neuen Baugenehmigungen für Son Vida

  1. Maximilian Grothe schreibt:

    Klar, die Leute, die in Son Vida eine genehmigte Villa haben, haben kein Interesse, sich an den Kosten der Infrastruktur, insbesondere der Kanalisation zu beteiligten. „Was kümmert mich die Umwelt?“ Schadenfroh schauen sie auf die unbebauten Grundstücke, die ihnen optisch ihren Garten vergrößern. „Was kümmert es mich, wenn der Nachbar nicht bauen darf?“. Des einen Freud, des anderen Leid (auf hohem Niveau). So ist es in Son Vida und leider überall.
    Maximilian Grothe

    • Lisa M. schreibt:

      Wenn teure Häuser verkauft bzw. gebaut werden (3.000.0000-9.000.000 €) dann kommen auch sehr hohe Steuerabgaben (200.000-1.000.000 €) pro Hauskauf oder Verkauf (Vermögenssteuer, Grundstückssteuer usw …) für Palma zu Gute. Ich nenne das wohl auch mal Interesse an den Kosten der Infrastruktur! Deine Steuerabgaben (wenn überhaupt…) Maximilian Grothe sind dann ein witziger Pups und haben für die Stadt und der Umwelt wenig Erfolg. Also wer beteiligt sich hier mehr?

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