Heinz Hönig besucht die Bodegas 4 Kilos | Felanitx

Zunächst zu dem etwas ungewöhnlichen Namen der Bodega 4 KILOS. 2006 taten sich vier junge Winzer zusammen, um ein Weingut aufzubauen. Jeder brachte 1 Mio. Peseten (ca. 12.000 €), umgangssprachlich je 1 Kilo, als Starkapital ein, also ein Startkapital von 4 Kilos. Und noch eine Besonderheit gibt es in dieser Bodega: Die verschiedenen Rebsorten bekommen die Namen von Musikstücken (der Callet heißt „Kleine Nachtmusik“) oder Musikergruppen (der Cabernet Sauvignon heißt „Dire Straits“). Man sieht,: ein äußerst trendiges Weingut. Die ersten Rotweine entstanden damals in einer Garage. Die Weine von 4 Kilos waren anfangs bei einem jungen Publikum beliebt und fanden schnell Eingang in In-Lokale Mallorcas und des Festlandes und erfreut sich allseits großer Beliebtheit. Deshalb muss 4 Kilos auch inzwischen fast 50 % des Lesegutes zukaufen, eine verantwortungsvolle Aufgabe, um die Qualität zu halten und noch zu verbessern.

Die Weinberge der Bodega liegen verstreut in verschiedenen Teilen im Norden und im Süden Mallorcas. Deshalb gibt es auch keine spezifische DO-Zugehörigkeit. Das Konzept von 4 Kilos beruht auf der Kombination von Rebe-Boden-Klima-Wachstum. 4 Kilos verwendet überwiegend die Rebsorten Callet, Cabernet Sauvignon, Monastrell und Syrah. Jedes Jahr werden zwei Cuvées hergestellt, die sich aufgrund der Beschaffenheit der Böden deutlich unterscheiden. Der Rote „4 Kilos“ wächst auf tonhaltigen Böden. Der andere Rote „12 Volts“ wird auf Feldern mit rotem, eisenhaltigen Kalkboden angebaut. Übrigens 4 Kilos-Winzer Francesc Grimalt war früher einmal Partner und Techniker der Erfolgs-Bodega Anima Negra, bei der er sich durch die Rettung der einheimischen Traube Callet in der Weinszene der Balearen einen guten Namen gemacht hat.

Bodegas 4 Kilos | Felanitx | 1a. Volta, 168 | Puigverd | T +34 971 580 583