Welche Gewerbeimmobilien auf Mallorca sind besonders gefragt?
Hotel Mallorca kaufen - Lukrative Angebote
Nun, auf einer Insel, die überwiegend vom internationalen Tourismus lebt, sind in erste Linie Hotel Immobilien zu nennen. Dies gibt es in vielfältiger Struktur – als großes Apartment-Hotel am Meer, als charmantes Landhotel, als Bread-and-Breakfast-Haus als Boutique Hotel in Palma. Während die größeren Hotels meist Objekte der Begierde von internationalen Fonds sind, finden Land- und Boutique-Hotels meist das Interesse von Einzelinvestoren. Im weitesten Sinne zu der Gruppe der Hotel- und Beherbergungs-Immobilien gehört auch die Gruppe mit Villen und Fincas mit Lizenz zur Ferienvermietung, die derzeit eine große Nachfrage verzeichnen können.
Geprüft durch den Autor
Lutz Minkner arbeitete nach dem Volkswirtschafts- und Jurastudium zunächst als wissenschaftlicher Assistent am Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin. Im Anschluss daran begann seine erfolgreiche Karriere als Rechtsanwalt, Dozent und Fachbuchautor - parallel aber auch stets als Unternehmer. Lutz Minkner ist Gründer des seit fast 30 Jahren auf Mallorca ansässigen Immobilienunternehmens „Minkner & Bonitz“, zertifizierter „Experto Inmobiliario“ und Mitglied der deutsch-spanischen Juristenvereinigung. Zudem ist Lutz Minkner der Verfasser des vielzitierten Buches: "Der Immobilien-Ratgeber Spanien". Alle Beiträge und Texte dieser Webseite wurden von Lutz Minkner persönlich geprüft und entsprechen dem aktuellen Wissensstand. Weitere Infos zu Lutz Minkner finden Sie hier.
Restaurants, Bars und Cafés zum Kauf
Eine weitere wichtige Gruppe ist die der Gastronomie-Immobilien, zu der Restaurants, Bars und Cafés gehören. Hier sind, weil sich auf Mallorca das Leben über viele Monate des Jahres „draußen“ abspielt, vorrangig Gewerbeimmobilien am Meer mit großen Terrassen und in den beliebten Ferienorten des Südwestens wie Port Andratx, Camp de Mar, Paguera, Santa Ponsa, Portals Nous, Illetas, Cala Major und Palma gefragt.
Die Shoppingmeilen Palmas und der Ferienorte ziehen ein internationales Publikum an. Hier kann man Ladengeschäfte der internationalen Marken ebenso finden wie traditionelle Geschäfte, Galerien oder junge Läden, die ideenreiche Produkte und Waren junger Firmen und Start Ups anbieten. Aufgrund der Preisberuhigung ist es jetzt auch Existenzgründern möglich, sich hier zu etablieren.
Ein sehr gutes, breites Angebot besteht auch bei Büroflächen für die Dienstleistungsbranche. Auch hier ist der Einstiegszeitpunkt richtig und die Kaufpreise angepasst, nachdem in der Pandemie-Krise viele Freiberufler und Dienstleister das Home-Office als neue Arbeitsform für sich entdeckt haben. Und schließlich gibt es in Mallorcas Poligonos, den Gewerbeparks, auch ein gutes Angebot an Hallen und Lagerflächen.
Gewerbeimmobilien durch „Traspaso“ übernehmen
Eine spezielle spanische Variante der Übernahme einer Gewerbeimmobilie ist das sogenannte Traspaso. Das ist ein Vertrag zwischen dem bisherigen Betreiber des Geschäfts und dem Interessenten-Nachfolger. Bei dieser Vertragsvariante tritt der Übernehmer in den (meist langjährigen und mit günstigen Konditionen ausgestatteten) Mietvertrag des bisherigen Betreibers ein und übernimmt die Geschäftsausstattung, das Mobiliar, möglicherweise auch den Warenbestand. Der Vermieter/Eigentümer der Gewerbeimmobilie muss den Mieter akzeptieren, darf jedoch die Miete um 20 % erhöhen. Oft haben Vermieter und Mieter auch vereinbart, dass der Vermieter mit einer bestimmten Quote an der Traspaso-Gebühr beteiligt wird. Viele Mietverträge schließen die Möglichkeit einer Übertragung der Rechte und Pflichten auf einen Dritten im Wege des Traspaso aus. Deshalb sollte stets vor ernsthaften Vertragsverhandlungen der Mietvertrag zwischen Eigentümer und letztem Betreiber gründlich studiert werden. Empfehlenswert ist insoweit auch die Hinzuziehung eines erfahrenen Rechtsanwalts oder Steuerberaters. Ein Traspaso-Vertrag bedarf der notariellen Form.
Leerstand war gestern. Der Markt für Gewerbeimmobilien boomt (Stand Februar 2023)
Die Probleme im Bereich der Gewerbeimmobilien aus dem Jahre 2020 sind längst überwunden. Der Leerstand in den bekannten Shoppingmeilen (Borne, Jaime III, Unió, Sant Miquel, Alexandre Rosselló) wird nach einer von CBRE veröffentlichten Studie mit 3 % beziffert (2020 lag er corona-bedingt bei 13 %.
Allerdings wurden die Plätze von aufgegebenen Geschäften sehr schnell von den großen internationalen Marken wie Louis Vuitton, Oysho, etc. belegt. Nur solche Unternehmen scheinen in der Lage zu sein, die geforderten Mieten zu zahlen. Am Passeig del Borne liegen bei Großgeschäften (501 – 800 m²) zwischen 75 €/m² und bis zu 160 €/m² bei kleineren Einheiten von bis zu 100 m². Die Mietpreise liegen fast wieder beim Niveau von 2019. Auf Platz 2 im Preisranking liegt die Calle Sant Miquel mit bis zu 100 €/m² pro Monat. Die Jaime III liegt bei 95 €/m², die Unió bei 75 €/m², die Sant Nicolau bei 70 €/m² und die Avenida Alexandre Rosselló bei 60 €/m².
Auch die Mietpreise liegen inzwischen wieder auf dem "vor Corona Niveau" von 2019. CBRE sieht auch für 2013 einen deutlichen Trend, dass es internationale Investoren und Lable zu besten Lagen in Palma zieht.