Lutz Minkner informiert: Erste Behördengänge auf Mallorca

Wie viele Deutsche auf Mallorca ihren Lebensmittelpunkt haben, ist nicht bekannt. Experten schätzen die Zahl auf 50.000. Viele haben ihren steuerlichen Wohnsitz in Deutschland beibehalten, obwohl sie mehr als die Hälfte des Jahres in ihrer Mallorca Immobilie leben. Im Jahre 2010 waren auf Mallorca noch 36.003 Deutsche als Residente gemeldet. 2019 waren es mit 18.922 nur noch die Hälfte. Dieser Rückgang erklärt sich aus der Tatsache, dass auf den Balearen die Pflicht zur Versteuerung des Vermögens besteht, und zwar fällt bei Residenten die Vermögensteuer auf das gesamte Weltvermögen an. Das hat natürlich viele vermögende Auswanderer veranlasst, sich wieder im „Steuerparadies Deutschland“ anzumelden. Jeder, der dauerhaft oder zumindest für einen längeren Zeitraum auf Mallorca leben will, hat eine Menge Behördengänge zu erledigen. Wie in Deutschland gilt auch in Spanien das Sprichwort „Von der Wiege bis zur Bahre, Formulare, Formulare“.

Das beginnt mit der Beantragung einer Steuernummer, ohne die man keine Wohnung mieten, kein Haus oder Auto kaufen, kein größeres Rechtsgeschäft schließen und kein Bankkonto eröffnen kann. Viele behördliche Hürden muss man überspringen, wenn man sein noch in Deutschland zugelassenes Auto in Spanien anmelden will und wenn es später durch den spanischen TÜV muss. Und der Führerschein? Ja, auch der muss in der Regel in einen spanischen umgetauscht werden. Und was ist mit der Rente, die monatlich aus Deutschland kommt? Auch hier gibt es Begehrlichkeiten des spanischen Fiskus.
Um Ihnen die ersten Schritte zu Mallorcas Behörden zu erleichtern, will ich Ihnen in den folgenden Beiträgen die wichtigsten, immer wiederkehrenden Fragestellungen aufzeigen und beantworten.


 

KFZ-Ummeldung in Spanien
ITV – das spanische Pendant zum TÜV
Deutscher Führerschein in Spanien
NIE – die spanische Steuernummer
Krank im Urlaub
Deutsche Rente in Spanien
Die spanische Sozialversicherung