Banyalbufar

Das 591 Einwohner zählende Dorf Banyalbufar an der Nordwestküste Mallorcas am Fuße des Planicia-Massivs hat seinen Namen wohl den arabischen Besetzern im 10. Jahrhundert zu verdanken. „Bahaia albujar“ nannten sie diesen „Ort in der Nähe des Meeres“. Andere übersetzen den arabischen Namen mit „Weinberg am Meer“. Die zweite Übersetzung könnte auf die Landwirtschaft hinweisen, die die Araber auf extra angelegten, dem Berg abgerungenen Terrassen dort ausübten. Obst und Gemüse wurden angepflanzt und eben auch Weinreben. Nachdem die Araber von den spanischen Eroberern vertrieben worden waren, setzten jene die Landwirtschaft mit dem Anbau von Oliven und Getreide, Flachs, Hanf und Safran fort und kultivierten Wein, meist aus der Malvasiertraube. Im 14. Und 15. Jahrhundert gehörte das Land um Banyalbufar den Baronen von Banyalbufar. Ihr Herrenhaus, die Baronia, steht noch heute.

Die von den Arabern in den Berghängen angelegten, bewässerten Terrassen mit Obst, Gemüse und Wein, die hinunter zum Meer führen, prägen noch heute das Ortsbild von Banyalbufar. Am Meer gibt es einen kleinen Hafen. Verträumt begrüßt den Besucher der charmante Innenhof der alten  Baronia. Fährt man Richtung Andratx, findet sich 1 km hinter dem Dorf der Torre de ses Animes, ein Wachturm, der ein beliebter Aussichtspunkt für Einheimische und Touristen ist.