Mallorca-Wissen: Kennen Sie den höchsten Berg?

Wir leben jetzt schon 24 Jahre auf Mallorca und sind hier Zuhause. Und dennoch: Jeden Tag machen wir neue Entdeckungen, lernen wir Neues über die Geschichte, die Kultur und die Menschen dieser wunderschönen Insel. Inzwischen haben wir auch eine stattliche „Mallorca-Bibliothek“, in der wir immer wieder stöbern, um die vielen Fragen unserer Freunde, Gäste und Kunden zu beantworten.  Einiges Wissenwertes über Mallorca können Sie auf dieser Seite finden. Wie wär`s mit einem „Mallorca-Quizabend“?

Wenn sie für die wenigen Tage mit regnerischem Wetter auf Mallorca mehr Geheimnisvolles, Unbekanntes, Interessantes und Heiteres erfahren wollen, können wir Ihnen die Bücher des Journalisten, Weltenbummlers und Mallorca-Kenners Axel Thorer „Lexikon der Inselgeheimnisse“ und „Liebeserklärung an Mallorca“ empfehlen sowie seinen Mallorca-BLOG www.mallorca-aaaxel.com, in den auch wir immer wieder gerne reinschauen.

Edith und Lutz Minkner 

Ausdehnung
Mallorca hat eine maximale Ausdehnung in der Ost-West-Achse von 98 km und in der Nord-Süd-Achse von 78 km.

Die höchsten Berge
Die höchsten Berge Mallorcas liegen in der Serra de Tramuntana. Elf Berge messen mehr als 1.000 m über Meereshöhe. Die elf höchsten Berge heißen: Puig Major (1.445 m), Puig de Massanella (1.365 m), Tossals Verds (1.115 m), Puig de sa Rateta (1.113 m), Puig Tomir (1.103 m), Puig de l`Ofre (1.090 m), Serra d`Alfabia (1.068 m), Puig de Teix (1.064 m), Puig de n`Ali (1.035 m), Puig de Galatzo (1.027 m) und Puig Roig (1.002 m).

Ein atemberaubender Blick entlang der Westküste

Einwohnerzahl
Mallorca hat 876.000 Einwohner. Davon leben etwa die Hälfte (434.000) in der Hauptstadt und Gemeinde Palma.

Größe
Mallorca hat eine Größe von 3.603,72 km².

Häfen
Mallorca verfügt über 43 Häfen. Viele von ihnen dienten ursprünglich nur der Fischerei, haben sich aber heute zu beachtlichen Yachthäfen mit rund 15.000 Liegeplätzen entwickelt

Der Hafen von Colonia Sant Jordi

Höhlen
Die Höhlen Mallorca sind noch ein weitgehend unerforschtes Gebiet. Die gesamte Insel ist von einem unterirdischen Höhlennetz durchzogen. Es soll etwa 4.000 Höhlen und Grotten geben. Bisher wurden etwa 300 sehr große Höhlen erforscht, von denen nur einige wenige der Öffentlichkeit zugänglich sind. Die bekanntesten sind die Coves del Drach mit einem 177 m langen, 30 m breiten und 14 m tiefen See (Porto Cristo), die Coves dels Hams, deren Steine an eine versunkene Stadt, Bauwerke, Tiere und Menschen erinnern (Porto Cristo), die Coves d`Arta (Arta) mit dem „Saal der tausend Säulen“ (Tropfsteinformationen), die Coves de Campanet mit bizarren Tropfsteinen und die Coves de Genova (Genova), die bis in eine Tiefe von 39 m führen. Die Höhlen, die zur Besichtigung freigegeben sind, wurden für die Touristen mit aufwendigen Lichtinstallationen, beleuchteten Booten auf kleinen Seen und klassischen Konzerten besonders attraktiv gemacht.

Klima
Mallorca wird zu Recht als Sonneninsel bezeichnet, hat sie doch am Tag durchschnittlich 7,9 Sonnenstunden. Die Insel ist geprägt durch ein gemäßigtes subtropisches Klima mit geringen Niederschlagsmengen. Im Sommer regnet es kaum, und die Temperaturen können bis zu 40 Grad steigen. Die Winter sind mild und feucht. Die durchschnittliche Regenmenge 550 Litern pro m²/Jahr.   Gelegentlich – besonders in den Bergen – kommt es auch zu Schneefällen.

Landschaftszonen
Mallorca wird in fünf Landschaftszonen eingeteilt: Serra de Tramuntana, Raiguer, Pla de Mallorca, Llevant und Migjorn

Mandeln
Bereits Anfang Januar öffnene sich die ersten Mandelbüten und entfalten dann ihre volle weiße bis rosafarbene Pracht bis Mitte Februar. Besonders zahlreich sind Mandelplantagen am Rande des Tramuntanagebirges, in den vom Gebirge geschützten Ebenen mit guten Böden bei Bunyola, Selva, Lloseta und Inca zu finden. Aber auch in den Gemeinden Andratx, Soller, Calvia, Felanitx und Santanyi kann man üppig blühende Mandelbäume erleben. Es soll zwischen 6 und 7 Millionen Mandelbäume auf Mallorca geben, und das seit über 1.000 Jahren, als noch die Araber die Insel besetzt hatten. Die Mandelernte beginnt im September und bringt einen durchschnittlichen Ertrag von 10.000 Tonnen p.A.

Das wunderschöne Naturschauspiel der Mandelblüte

Name
Der Name der Insel Mallorca stammt aus dem Lateinischen. Die Römer nannten die Insel „insula maior“ (die größere Insel) im Vergleich zu den Schwesterinseln Menorca („die kleinere“), Ibiza und Formentera.

Oliven
Bereits seit der Zeit der Handelsbeziehungen der Phönizier und Griechen mit Mallorca gibt es Olivenbäume und Ölproduktion auf Mallorca. Der intensive Handel mit Olivenöl setzte in römischer Zeit ein. Einen Höhepunkt hatte die Olivenproduktion im 16. Jahrhundert. Von Soller aus wurde das kostbare Öl nach Nordafrika und Frankreich verschifft. Obwohl der Handel mit Olivenöl heutzutage einer starken internationalen Konkurrenz ausgesetzt ist, werden heute noch 11.000 ha Land  mit 750.000 Olivenbäumen bewirtschaftet. Ein großer Teil der Olivenbäume auf Mallorca ist zwischen 300 und 500 Jahre alt.

Steinalte Olivenbäume mit ihren typisch knorrigen Stämmen säumen den Weg

Salz von Mallorca
Ein beliebtes Reisemitbringsel von Mallorca ist das „Flor de Sal d`Es Trenc“, das sich international einen guten Namen als hochwertiges Naturprodukt gemacht hat. Anders als gewöhnliches Kochsalz ist das Flor de Salz ein reines Naturprodukt, d.h. während des gesamten Gewinnungsprozesses wird dem salz nicht entzogen und auch nichts hinzugefügt. Die Salzgewinnung erfolgt per Hand, und nach der Ernte erfolgt die Trocknung allein durch die Sonne Mallorcas. Der Hersteller erklärt, dass das Salz 80 lebenswichtige Mineralien und Spurenelemente enthalte. Zur Ernte wählt man die Tage mit viel Sonne und geringer Luftfeuchtigkeit. Bei einem sanften Wind von Südsüdost kristallisieren die Salzblumen (daher Flor de Sal). Das Salz schwimmt dann auf der Wasseroberfläche und wird dann mit langen Rechen abgeschöpft. Danach trocknet es auf langen Tischen, um dann schließlich naturbelassen zu bleiben oder mit Kräutern, Gewürzen, Blüten oder Oliven verfeinert zu werden. Die Salines d`Es Trenc findet man an der Carretera Campos – Colonia de Sant Jordi, Km 10.

Salzgewinnung über Wasserverdunstung in Ses Salines

Sprachen
Auf Mallorca werden zwei Sprachen gesprochen, nämlich Spanisch (Kastilisch, Castellano) und Katalanisch. Spanisch und Katalanisch sind zwei selbständige Sprachen, so dass die häufige Aussage, Katalanisch sei ein Dialekt des Kastilischen falsch ist. Allerdings ist das auf Mallorca gesprochene Mallorquin ein Dialekt des Katalanischen (was allerdings von national bewussten Mallorquinern bestritten wird).

Seit der Rückeroberung der Insel 1229 durch Jaime I war Katalanisch die Sprache der Insel. Anfang des 18. Jahrhunderts setzte sich Kastilisch als Amtssprache durch und galt ab 1716 auch als verbindliche Unterrichtssprache. Unter Franco wurde das Katalanisch unterdrückt und setzte sich gerade deshalb nach Francos Tod wieder durch. Seit 1978 ist Spanisch die Amtssprache für ganz Spanien. Katalanisch ist jedoch eine gleichberechtigte Amtssprache. Gerade in den Wahlkämpfen wird der Sprachenstreit immer wieder angefacht. Derzeit werden amtliche Veröffentlichungen oft nur in Katalanisch verfasst. Katalanisch wird von etwa 9 Millionen Menschen gesprochen, in Spanien in den drei Autonomen Regionen Katalonien, Valencia und den Balearen.

 

Strände
Langgezogene, weiße Traumstrände, kleine Badebuchten mit Sandstrand, fjordartige Buchten an der Felsküste – so vielfältig sind die Strände Mallorcas. 179 Strände zählt die offizielle Statistik. Zusammengezählt ergibt dies einen Küsten-Strandstreifen von etwa 50 km. Die Küste Mallorcas hat 491 km, und damit sind etwa 10 % der Küstenlinie Strände.

Ein Blick auf Mallorcas berühmtesten Strand „Es Trenc“

Wasserversorgung
Die durchschnittliche Regenmenge auf Mallorca beträgt 550 l/m²/Jahr. Zum Teil versickert dieses Regenwasser und wird in riesigen, natürlichen, unterirdischen Depots gespeichert. Zusätzlich speichern zwei Stauseen 10 Millionen m³ Wasser, womit allerdings gerade einmal Palma versorgt werden könnte. Das unterirdisch gelagerte Wasser wird über Brunnen mittels Pumpen gefördert und für den Verbrauch aufbereitet.

Wein
Schon in der römischen Besatzungszeit wurde auf Mallorca Wein angebaut. International gehandelt wurden Weine aus Mallorca bereits im 13. Und 15. Jahrhundert. Durch eine Reblaus-Plage 1891 wurden zahlreiche Weinkulturen zerstört und durch Mandel- und Olivenplantagen ersetzt. Erst in den letzten 50 Jahren erlebte der Weinanbau auf Mallorca eine Wiedergeburt. Zunächst wurde Masse produziert, heute auch Weine mit Klasse, die internationale Auszeichnungen erlangen. Die Gesamtanbaufläche liegt bei 2.300 Ha. Die jährliche Produktion beträgt über 45.000 Hektoliter.

Mallorcas Weine probiert man bestenfalls in den zahlreichen Bodegas

Windmühlen
Seit Jahrhunderten prägen Windmühlen das Landschaftsbild Mallorcas. Nur auf Kreta soll es weltweit mehr Windmühlen auf vergleichbarer Fläche geben. Unterschieden wird zwischen Windmühlen zum Mahlen des Getreides und Wasserwindmühlen. Von den Getreidemühlen – man erkennt sie an den hölzernen Flügeln und den spitzen Mützen – gab es einmal etwa 1.000 auf der Insel, von den deutlich kleineren Wassermühlen mit der pfeilförmigen Windfahne 2.500. Aus dieser Unterscheidung ergeben sich auch die unterschiedlichen Aufgaben: Die Getreidemühlen dienten dem Mahlen des Getreides, die Wassermühlen der Förderung des Wassers für die Landwirtschaft und die bäuerliche Bevölkerung. Ein Verein kümmert sich heute um Restaurierung und Erhalt der Mühlen, von denen viele verfallen sind und nur noch ganz wenige ihrem früheren Bestimmungszweck dienen.