Die Landschaften Mallorcas

Mallorcas Landschaft wird geprägt durch sehr unterschiedliche Landschaftszonen. Schroffe Bergketten türmen sich überwiegend direkt am Meer und grenzen an Täler und ebene, überwiegend landwirtschaftlich genutzte Flächen. Weite Strände und kleine Badebuchten haben ein hügeliges und bergiges Hinterland. Die verschiedenen Landschaftszonen sind die Serra de Tramuntana, Es Raiguer, Pla de Mallorca, Llevant, Migjorn und Palma.
Am bekanntesten ist die Serra de Tramuntana, ein 15 km langer Gebirgszug mit 11 Gipfeln, der parallel zur Nordwestküste verläuft. Die höchste Erhebung ist der Puig Major mit 1.445 m. Wegen ihrer einzigartigen Landschaft wurde die Serra de Tramuntana von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Serra de Tramuntana

Die Serra de Tramuntana zeichnet sich durch fruchtbare Täler aus, die durch das aus den Bergen kommende Wasser bewässert werden. Hier gibt es Plantagen mit Orangen, Zitronen, Wein und Gemüse. Die bekanntesten Dörfer sind Soller, Estellencs, Banyalbufar, Deia, Valldemossa und am Nordende Pollenca sowie im Südwesten Calvia.

Mallorca auf der Vogelperspektive

Es Raiguer

Im Südosten grenzt an die Zone der Serra de Tramuntana die Zone Es Raiguer. Als bergige Übergangszone zur Pla de Mallorca ist hier die Landwirtschaft beschwerlich und daher wenig ausgeprägt. Folglich gibt es hier auch keine nennenswerten Ansiedlungen.

Pla de Mallorca

Es folgt im Zentrum der Insel die Pla de Mallorca. Sie ist der Mittelpunkt der Landwirtschaft der Insel. Es gibt Weinanbau und Mandelplantagen sowie Produktion von Lebensmitteln für den täglichen Bedarf wie Kartoffeln, Gemüse, Reis und Mais. In der durch die Berge geschützten Region gibt es für einige Produkte im Jahr bis zu vier Ernten. Neben der Landwirtschaft hat die Bevölkerung im Nordosten der Pla de Mallorca gute Einkünfte aus dem Tourismus, insbesondere in den Orten Alcudia und Can Picafort.

Llevant

Die Region des Ostens bzw. Nordostens bezeichnet man mit Llevant. Auch hier beeindruckt ein Gebirgszug, der Serra de Llevant genannt wird und nur selten 500 m übersteigt. Den Sommerurlaubern sind die Küstenorte Cala Millor, Son Servera, Sa Coma und Cala Ratjada mit ihren schönen Stränden bekannt, ebenso die drei Naturhöhlen Coves del Drac, Coves del Hams und Coves d`Arta. Wichtigster Ort des Llevant ist Manacor, wo sich Kunstperlen– und Möbelindustrie lebhaft entwickelt hat.

Migjorn

An die Pla de Mallorca und die Llevant-Zone grenzt im Süden die Zone Migjorn an. Auch hier lebt man im Wesentlichen von der Landwirtschaft. Der Besuch des Wochenmarktes in Campos ist lohnenswert. Zur Llevant-Zone gehört auch der Küstenstreifen mit dem kleinen Badeort Colonia de Sant Jordi und dem beliebten Strand von Es Trenc. Die Gemeinde Campos hat allerdings wirtschaftlich kaum Nutzen von ihren Naturschönheiten, da um den 6 km-langen Es Trenc – Strand nicht gebaut werden darf und alle Versuche, dort Feriensiedlungen zu errichten, gescheitert sind. Besser geht es den Nachbargemeinden von Campos, nämlich Llucmajor und Felanitx, in deren Einzugsgebiet die beliebten Ferienorte S`Arenal und Portocolom liegen.

Palma

Die letzte Zone bildet Palma, die sich in die Hauptstadt der Insel und die Gemeinde Palma aufteilt. Flächenmäßig ist Palma die kleinste der 52 Gemeinden Mallorcas, sie hat aber mit 500.000 Einwohnern die größte Bevölkerungsdichte. Die Hauptstadt Palma ist das unbestrittene wirtschaftliche und politische Zentrum der Insel mit dem Sitz des Parlaments, der Balearen-Regierung und des Inselrats.

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