Deia

Das kleine Bergdorf Deia mit nur 718 Einwohnern (davon die Hälfte Ausländer)  liegt an der Nordwestküste Mallorcas an der Straße von Sóller nach Valldemossa. Es ruht am Fuße des Puig des Teix und grenzt unten ans Meer. Im 13. Jahrhundert siedelten hier Araber und bereiteten das Land, das durch die Lage am Berg über mehrere Wasserzuflüsse verfügt, für den Anbau von Obst und Gemüse vor. Nach den Arabern siedelten in Deia Zisterziensermönche, die auch die Dorf-Kirche bauten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Deia zu einer kleinen Künstlerkolonie, die bekannte Künstler aus aller Welt anzog. Hier lebten der Schriftsteller Robert Graves, der oben hinter der Gemeindekirche sein Grab fand, der Maler Ulrich Leman und in neuerer Zeit der Komponist Andrew Lloyd Weber sowie der Designer Matthew Williamson.

Das Dorf mit der wildromantischen Kulisse des Tramuntana-Gebirges mit Felsen, alten Bäumen und dem tiefblauen Meer hat einen einladenden Charakter: Blumengeschmückte Gassen und Treppen begrüßen die Besucher. Jedes Haus, jeder Stein scheint Geschichte und Kultur zu atmen. Interessant ist ein Besuch der Casa_Museu Robert Graves „Ca n`Alluny“ am nördlichen Stadtrand, in dem das Leben und Werk des Schriftstellers vorgestellt werden. Das kleine Steinhaus wurde so rekonstruiert, wie Graves es im Jahre 1946 vorgefunden hatte. Lohnenswert sind auch ein Besuch im Sterne-Restaurant Es Racó d`es Teix in einzigartiger Lage und im besten Hotel am Platze, dem Belmond La Residencia.