Immobilienmarkt und Immobilienpreise Mallorca

Mallorcas Immobilienmarkt ist ein mehrschichtiger Markt: Da gibt es zum einen den rein spanischen Markt, zum anderen den Markt der internationalen Nachfrage. Letzterer ist für Mallorcas Wirtschaft von immenser Bedeutung, macht er doch bis zu 50 % des gesamten Investitionsvolumens aus. Sehen wir uns die Zahlen von 2017 – 2019 an, dann wurden auf den Balearen Immobilien im Werte von jährlich über 4 Milliarden Euro verkauft. Davon entfielen demnach im Durchschnitt Jahresumsätze von 1,8 Milliarden Euro auf den internationalen Markt. Davon lebt nicht nur die Bauwirtschaft, die mit 20 % zum Bruttoinlandsprodukt der Balearen beiträgt, sondern auch der Staat (Erwerbsnebenkosten 10 % – 15 % Grunderwerbsteuern, Mehrwertsteuern, jährliche Einkommensteuer, Vermögensteuer, Grundsteuer, etc.) und die Wirtschaftsbeteiligten aus Handwerk, Handel und Dienstleistung. Und …. Die ausländischen Investoren sind auch hervorragende Konsumenten.

Auch im Pandemie- und Brexitjahr 2020 hat sich Mallorcas Immobilienmarkt als stabil und robust erwiesen. Das gesamte Transaktionsvolumen lag zwar (nur) bei 3,6 Milliarden Euro. Daran nahmen ausländische Investoren mit 44 % (= 1,584 Milliarden Euro). Die Zahl der Immobilienverkäufe sank um 27 % (kein Wunder, denn für 3 ½ Monate war die Insel für alle Reisende gesperrt), jedoch sank das Transaktionsvolumen nur um 17 %. Das heißt: Weniger Immobilien verkauft, aber zu höheren Preisen. Die Preissteigerungen betrafen vor allem das Luxussegment. Dennoch: 2020 war für Mallorcas Immobilienmarkt das schwächste Jahr seit 2016.

2021 wird nach den Prognosen der Experten und nach den bisher bekannten Umsatzzahlen für Mallorcas Immobilienmarkt ein Rekordjahr werden. Der Marktführer im Südwesten der Insel, Minkner & Partner, konnte in den zwei Wochen um Ostern Verkaufs- und Umsatzzahlen verzeichnen wie noch nie in seiner 30-jährigen Geschäftstätigkeit auf Mallorca. Auch die Mitbewerber, die im elitären Maklerverband ABINI zusammengeschlossen sind, bestätigen ähnliche, herausragende Ergebnisse. Und das war nicht nur ein kurzes Aufflackern, das sich durch einen Nachholbedarf nach Lockdown und Pandemie erklären ließe, vielmehr dauern hohe Nachfrage und Verkäufe seither an. Die Gründe werden von den Käufern/Investoren unisono vorgetragen: Nachdem alle internationalen Zentralbanken die Notendruckpressen ohne Pause in Betrieb halten und auf Bankkonten für Guthaben Minuszinsen verlangt werden, befürchten viele einen dramatischen Wertverlust des Geldes (auf deutschen Konten liegen unverzinst derzeit 7 Billionen Euro) und suchen einen sicheren Investitionsstandort und sichere Anlagen. Viele sehen als solche die Mallorca-Immobilie an. Ein Werterhalt ist sicher, ein Wertzuwachs möglich. Und zusätzlich gibt es die „emotionale Rendite“, die die Eigennutzung eines Domizils auf der schönsten Insel der Welt bringt.